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Wandertag ins Modemuseum nach Ludwigsburg

Dieses Sprichwort ist sehr passend für die Mode des 18. Jahrhunderts. Um sich einen majestätischen Einblick in jene Zeit zu verschaffen, sind wir, die Klasse 8d mit Frau Dach und Frau Böhm, am 18.10.2019 ins Modemuseum im Schloss Ludwigsburg gegangen.

Das damalige Idealbild der Frau war schmale Taille, breite Hüfte und schlanke Knöchel. Während die breite Hüfte durch Polster und 13-lagige Unterröcke erzielt wurde, musste der Nachwuchs bereits im Babyalter Korsetts tragen, um später eine dünne Taille zu erhalten. Der Reifrock musste zwar bodenlang sein, um die Knöchel zu verdecken, aber durch einen gekonnt schwungvollen Glockengang konnte man einen kurzen, verführerischen Blick darauf freigeben. Das war sexy … 😉

Was heute die Anzahl der Zylinder beim Auto sind, war früher die Anzahl der Knöpfe. Knöpfe waren teuer, und daher legte der Kavalier mit seiner Kleidung bewusst seinen Kontostand offen: je mehr Knöpfe, desto reicher. Ebenfalls konnte man bei der Hofdame mit strammen Waden punkten; es war nicht unüblich, die Waden-Strümpfe noch mit zusätzlichen Tierhaaren auszupolstern.

War dieser Versuch des Aufhübschens im 18. Jahrhundert den oberen Gesellschaftsschichten vorenthalten, so kann man dieses Verhalten heute in allen Gesellschaftsschichten beobachten. Push-Up-BHs, Make-Up, ausgefallene Frisuren dienen dazu, sich bestmöglichst darzustellen. Selbst die Korsetts von früher kann man in engen Oberteilen und Jeans wiederfinden.

Der Ausflug hat uns gezeigt, dass sich im Grunde nicht so viel gegenüber früher geändert hat – nur dass es heute viel mehr Möglichkeiten gibt, sich dem eigenen Wunsch-Bild zu nähern.

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